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Am 27. November 1977 ereignete sich im Bahnhof Bitterfeld ein besonders schwerer Bahnbetriebsunfall, in dessen Folge 8 Menschen getötet und 45 Menschen verletzt wurden.
Bei der Einfahrt des D 567 in den Bahnhof explodierte der Kessel der Zuglok 01 1516. Ursache für die Kesselexplosion war ein akuter Wassermangel auf der Lok. Als der Bremsvorgang eingeleitet wurde, floss der verbliebene Rest Wasser aus dem Tender in den Kessel und überspülte die stark überhitzte Feuerbüchse. In Bruchteilen einer Sekunde verdampfte das einströmende Wasser und vervielfachte sein Volumen. Die Explosion zerstörte das Führerhaus und riss den Kessel ab. Der Kessel landete vor der Lok auf den Schienen und verschweißte sich mit ihnen.
Ursächlich für den Unfall ist die mangelhafte Arbeit des Lokpersonales vom Bahnbetriebs- werk Leipzig West! Entgegen jeder Logik verstießen sie gegen grundlegende Dinge des Fahrdienstes auf Dampfloks und sind in Berlin-Lichtenberg mit fehlenden Vorräten abgefahren. Bedenkenswert ist die Tatsache, dass das gleiche Lokpersonal am selben Tag bereits die 03 2121 vor dem D 562 wegen Wassermangels kaputt gefahren hatte. Bei der 03 2121 sind in Lutherstadt Wittenberg beide Schmelzpfropfen geschmolzen und der Zug musste von einer Diesellok abgeschleppt werden. Schon bei D 562 hätte also die Katastrophe einer Kesselexplosion geschehen können.
Die Lokbesatzung von 01 1516 überlebte den Unfall nicht. Ihre Leichen wurden bei den Aufräumarbeiten auf der Bahnsteigüberdachung gefunden.
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